Fotografie

strukturschwach
Arne Bunk & Tanja Bächlein, 2021

St. Ingbert

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Spandau
Arne Bunk & Tanja Bächlein, Spandau 2020

Nachdem unser Fotoworkshop an einer Berliner Kita aufgrund der Corona-Schliessung abgesagt wurde, beginnen wir selbst zu fotografieren.

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Rote Meierei
Arne Bunk & Tanja Bächlein, Großenrade 2016

Die Fotoserie entstand im Rahmen eines Artist in Residence Aufenthalts in Dithmarschen.

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Trophäen
Tanja Bächlein & Arne Bunk 2015

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Arbeitsmethoden der Tierpräparation weiterentwickelt. Die Tierkörper werden seitdem nicht mehr ausgestopft, sondern mithilfe eines Grundkörpers in eine naturgetreue Haltung und gewünschte Position gebracht.
Der Körper wird aufgebaut (z.B. aus Ton), oder aus einem Block herausgearbeitet (z.B. aus Polyurethan). Auf dieser Basis kann eine Negativform erstellt werden, die in einem leichteren Material abgegossen wird, auf das dann die gegerbte Tierhaut geklebt wird. Die Augen sind aus Glas. Zunge und Gebiss werden aus Kunststoff vorgefertigt. Die Dermoplastiker sind zugleich Zoologen, Anatomen, Handwerker und nicht zuletzt Bildhauer, also Künstler. Es geht um die Inszenierung des Tieres als Schauobjekt. Es geht um die Herstellung eines Bildes.
Die Entwicklung des dermoplastischen Verfahrens ist nicht nur zeitlich eng mit dem Kolonialismus verbunden, sondern auch in einer spezifischen Vorstellung von Wildheit und Exotik. Wie wir wissen, wurden nicht nur Tiere, sondern auch Menschen, zum anderen und fremden Gegenüber erklärt.
Wir fotografierten in Namibia in der Nähe des Flughafens Windhoek in der Werkstatt von „TROPHÄENDIENSTE TAXIDERMY & CURIOS”.

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ohne titel (weinende schauspieler)
Arne Bunk 2003 – 2006

Die Beschäftigung mit dem Weinen als (kultiviertem) Ausdruck von Traurigkeit soll in diesem Fotoprojekt nicht idealisiert in der Tradition eines bürgerlichen Eskapismus verstanden werden, sondern als performativer Akt. Da es sich bei den Abgebildeten um professionelle SchauspielerInnen handelt, wird dieses unterstrichen. Es sind zwar körpereigene Tränen, jedoch fällt es schwer diese als „echt“ zu bezeichnen. Die Tränen sind kein Verweis auf ein unmittelbar persönliches Leid. Inwieweit unterliegt die zunächst intime bzw. private Erfahrung der Trauer und Melancholie gesellschaftlichen Bedingungen?

Julia Nachtmann

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